Sonntag | 15. Dezember 2019
 
Kurz notiert im Neanderland  | 

Velbert wird zur „Fairtrade“-Stadt

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Die Stadt Velbert erhält die begehrte Zertifizierung „Fairtrade-Town“. Fairtrade-Towns stehen für ein nachhaltiges Engagement auf kommunaler Ebene und fördern gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen.

 Die feierliche Auszeichnung findet am Sonntag, 15. September, ab 12.30 Uhr im Rahmen des Schlangenfestes auf der Sparkassenbühne in Velbert-Mitte statt. Die Urkunde wird von Manfred Holz, Ehrenbotschafter von Fairtrade Deutschland, an Bürgermeister Dirk Lukrafka überreicht. Anwesend wird auch der Sprecher und Vorsitzende der Steuerungsgruppe, Michael Wolframm (Kolpingsfamilie Velbert), sein.

Bürgermeister Dirk Lukrafka: „Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass die Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern verbessert werden und die Produzenten ihren fairen Anteil erhalten. Die Auszeichnung zum Fairtrade-Town bestätigt auch das Engagement der Velberterinnen und Velberter in den letzten Jahren. Stellvertretend für alle Akteure der Steuerungsgruppe danke ich Michael Wolframm für sein besonderes ehrenamtliches Engagement.“

Um als Fairtrade-Town zertifiziert zu werden, müssen mehrere Kriterien erfüllt werden: Dafür brauchte Velbert zunächst einen Beschluss des Stadtrates zur Unterstützung des Fairen Handels. Diesen hat er Ende 2015 gefasst. Außerdem müssen Fairtrade-Produkte in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen angeboten werden. Innerhalb der Verwaltung sollen fair gehandelte Produkte verwendet werden und eine von der Einwohnerzahl abhängige Menge von Einzelhandelsgeschäften und Gastronomiebetrieben bieten mindestens zwei Produkte aus Fairem Handel an.

Die Zertifizierung soll Bürgerinnen und Bürger für das Thema Fairtrade sensibilisieren. Zudem bedarf es einer ehrenamtlichen Steuerungsgruppe, die die Aktivitäten koordiniert und für die Beteiligung an der Kampagne wirbt. Diese bildete sich 2015. Ihr gehören Vertreter der Kolpingsfamilie Velbert, des Vereins NeAs Hope, der Gemeinde St. Don Bosco und der Stadt Velbert an. Sprecher und Vorsitzender der Steuerungsgruppe ist Michael Wolframm von der Kolpingsfamilie Velbert.

Insbesondere den Kirchengemeinden und Vereinen ist es zu verdanken, dass mit der Kita Lummerland die erste Velberter Kindertagesstätte als faire Kita ausgezeichnet und zertifiziert wurde. Weitere Einrichtungen beschäftigen sich derzeit mit dem Gedanken, einen ähnlichen Weg einzuschlagen.

Die Aktivitäten aller Akteure führten dazu, dass die Steuerungsgruppe seit ihrer Gründung mit anfangs 15 Mitgliedern, ständig neue Mitglieder dazu gewinnen konnte. Ihr gelang es zudem, die für die Zertifizierung erforderliche Anzahl an Einzelhandelsgeschäften, Floristen, Cafés, Restaurants und Hotels sowie öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen, Vereine und Kirchen, für die Kampagne zu gewinnen, die die Produkte aus fairem Handel anbieten oder diese verwenden. „Jeder einzelne kann ein aktiver Teil des Fairtrade-Town Velbert werden. Über jede weitere Unterstützung aus der Bürgerschaft, den Vereinen, der Wirtschaft und den sozialen Organisationen würden sich die Steuerungsgruppe und ich mich freuen“, so Bürgermeister Dirk Lukrafka.

Die Kampagne Fairtrade-Towns gibt es seit 2009. Initiator ist der Verein TransFair e.V. mit Sitz in Köln. Bundesweit wurden bereits mehr als 600 Kommunen ausgezeichnet. Nähere Informationen zu dem Verein gibt es unter www.fairtrade-deutschland.de.


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