Dienstag | 4. August 2020
 
Wülfrath  | 

Sprengung: Flüchteten die Täter Richtung Ratingen und A3?

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Die Höhe der Beute ist noch unklar. An Automaten und Gebäude entstand heute Morgen ein Sachschaden, der von der Polizei mit mindestens 20.000 Euro beziffert wird.

Der engere Tatortbereich mit gesprengtem Geldautomat im Gebäude von Real vor dem offenen Kassenbereich. Foto: KPB Mettmann

Jetzt gibt es weitere Details über die Sprengung eines Geldautomaten heute Morgen im Real-Markt (TME berichtete exklusiv).

Gegen 0.30 Uhr war die Polizei von einem gewerblichen Sicherheitsdienst über einen Einbruchalarm informiert worden, der aus dem Verbrauchermarkt an der Straße Zur Fliethe aufgelaufen war. Als polizeiliche Einsatzkräfte daraufhin nur kurze Zeit später am Einsatzort eintrafen, fanden sie dort einen mit brachialer Gewalt aufgebrochenen Haupteingang zur Ladenzeile vor. Gleichzeitig fanden sich erste Zeugen vor dem Markt ein, die etwa zehn Minuten zuvor einen lauten Knall aus Richtung des Marktes gehört hatten und nun nach der Ursache schauen wollten.

Als die Einsatzkräfte das Gebäude betraten, fanden sie im offenen Kassenbereich des dortigen Supermarktes einen aufgesprengten und dabei total zerstörten Geldautomaten sowie von den Tätern zurückgelassene Tatmittel und Beuteteile vor. Welche Beute die Straftäter bei der Tat tatsächlich mitnehmen konnten steht aktuell noch nicht genau fest, zumal mindestens ein Teil des erbeuteten Bargelds von einer Sicherungseinrichtung farblich markiert wurde. Gebäudeschaden entstand bei der Sprengung des Automaten, durch zuvor eingeleitetes Gas, nach ersten Erkenntnissen nicht. Der dennoch entstandene Sachschaden am Automat sowie an weiterem Gebäudeinventar wird aber auf mindestens 20.000 Euro geschätzt.

Sofort eingeleitete intensive Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen der Polizei führten bisher leider noch nicht zu einem schnellen Erfolg. Erste Bekannt gewordene Zeugen wollen zur Tatzeit einen schwarzen PKW der Marke Audi, zusätzlich auch noch einen schwarzen SUV der Marke BMW vom Typ X5 vor dem Markt gesehen haben. Diese beiden Fahrzeuge fuhren kurz nach dem Knall mit hoher Geschwindigkeit vom Kundenparkplatz des Marktes und flüchteten wahrscheinlich in Richtung Ratingen und Autobahn A3.

Bisher liegen der Polizei noch keine konkreten Hinweise zu Identität, Herkunft und Verbleib der flüchtigen Täter oder von benutzen Tatfahrzeugen vor. Maßnahmen zur Spurensicherung am Tatort sowie weitere polizeiliche Ermittlungen wurden veranlasst, ein Strafverfahren eingeleitet.

Sachdienliche Hinweise dazu nehmen die Polizei in Wülfrath, Telefon 02058 / 9200-6180, die Polizei in Velbert, Telefon 02051 / 946-6110, der polizeiliche Notruf 110 oder auch jede andere Polizeidienststelle jederzeit entgegen.


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