Freitag | 25. September 2020
 
Wülfrath  | 

Standpunkt: Ja oder Nein – eine klare Meinung ist gefragt

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Nach den Bürgermeister-Kandidaten hat TME auch die Fraktionsvorsitzenden mit unterschiedlichen Thesen konfrontiert, um kurz und knapp deren Position zu erfragen.

Symbolfoto: pixabay

Standpunkte: Wie stehen die Fraktionsvorsitzenden zu ganz konkreten Thesen? Das Quintett – Stephan Mrstik, Fraktionschef der Grünen hatte bereits als Bürgermeister-Kandidat geantwortet – zu ganz kurzen Aussagen aufgerufen: Ja oder Nein; wenn überhaupt mit knappen Ergänzungen. Dazu hat TME Aussagen des Wahlkampfes oder Programmatisches zur Grundlage genommen. So wollen wir einen Überblick und eine Vergleichsmöglichkeit zu Themen des Wahlkampfes geben. Zum Beispiel: Wülfrath braucht eine Grundsteuererhöhung – ja oder nein. Oder: Videoüberwachung in der Tiefgarage Diek – ja oder nein. Aber lesen Sie selbst!

Axel Effert, CDU

Stadtfinanzen – Wülfrath braucht den Schuldenschnitt, weil die Stadt alleine die Schulden nicht beseitigen kann: Der Schuldenschnitt ist richtig und wichtig, aber wir müssen unsere Hausaufgaben auch selber machen.

Wohnbebauung: Investoren müssen eine Quote für preisgünstigen/preiswerten Wohnraum erfüllen – von mindestens 20 Prozent. Aus eigener Kraft können wir dies nicht erreichen, deshalb sind wir, wie jede andere Stadt auch auf Investoren angewiesen. Entscheidend ist, dass Wohnraum geschaffen wird, auch im Hinblick auf die Strategie 22+, eben mehr bezahlbarer Wohnraum für Wülfrath.

Einzelhandel: Die Stadt sollte Ladenlokale anmieten oder aufkaufen und diese dann sehr subventioniert interessierten Händlern zur Verfügung stellen: Die Chancen des Landesprogrammes nutzen und befristet anmieten, dadurch mehr Einkaufsmöglichkeiten für Wülfrath

Die Fußgängerzone, wie wir sie einmal kannten, wird es nicht wieder geben. Daher sollten in nicht vermietbaren Läden auch Wohnungen entstehen dürfen: Alles ist besser als Leerstand. Wir benötigen ein Konzept zur Entwicklung der Fußgängerzone.

Angesichts der Finanzlage und den anstehenden Aufgaben wird Wülfrath nicht um eine Grundsteuererhöhung herum kommen: Steuererhöhungen sind das letzte Mittel. Es passt nicht in die derzeitige Corona Situation, wo viele Menschen von Kurzarbeit oder sogar Arbeitslosigkeit betroffen sind.

Wülfrath braucht eine autofreie Innenstadt – zum Beispiel auch zwischen Diek und Kreuzung Düsseler/Wilhelmstraße: Wülfrath braucht eine lebendige Innenstadt, dies geht nicht völlig ohne Autos.

Die Annahmestelle Liegnitzer Straße soll künftig an vier Tagen geöffnet sein. Wir setzen wir uns für bürgerfreundliche Öffnungszeiten ein. Qualität statt Quantität.

Ein Markt für die Nahversorgung in der Ellenbeek muss sein – egal, wie große die Fläche ist. Entscheidend ist, dass ein Versorger in diesem Stadtteil endlich öffnet. Wie groß, an welcher Stelle und wer diesen betreibt, ist zweitrangig.

Konnexitätsprinzip: Dieses „Wer bestellt, zahlt“-Modell muss endlich gelebt werden – und wenn wir Bund und Land Kosten in Rechnung stellen müssen. Diesen Antrag haben wir vor einigen Jahren im Rat der Stadt gestellt und er ist von einer Mehrheit abgelehnt worden.

In der Tiefgarage Diek muss es eine Videoüberwachung geben. Weniger Angsträume, daher mehr Sicherheit für Wülfrath, nicht nur „Am Diek“

Die Fußgängerzone muss für Fahrradfahrer geöffnet werden. Wir brauchen ein zukunftsorientiertes Miteinander von Fußgängern und Radfahrern, mehr Mobilität für Wülfrath zu Fuß, mit dem Rad, mit dem Auto, mit Bus und Bahn.

Die Stadt soll wieder einen Etat für eigene Kulturveranstaltungen bekommen. Mehr Ehrenamt für Wülfrath, daher kein eigener Etat, sondern mehr Geld für das ehrenamtliche Kulturleben

Die Stadt muss bei den Großveranstaltungen Kartoffelfest und Herzog-Wilhelm-Markt einspringen und den Veranstaltern zur Seite stehen – da darf man das Ehrenamt nicht allein lassen. Die Stadt muss hier mehr unterstützen. Das Ehrenamt benötigt mehr proffesionele Hilfe.

Wer keinen Termin im Bürgerbüro vereinbart hat, muss auch mal zwei, drei Stunden Wartezeit in Kauf nehmen. Bei einer besseren Digitalisierung in der Verwaltung muss dies nicht sein.

Im Vergleich zu Städten gleicher Größe hat die Wülfrather Verwaltung zu viel Personal, der muss man da mal ran und Stellen abbauen. Die Verwaltung hat nicht zu viel Personal, Wülfrath hat zu wenig Einwohner, darum endlich Strategie 22+ umsetzen um mehr Zukunft für Wülfrath zu erreichen.

Die neue Halde von Lhoist am Silberberger Weg soll nach ihrer Fertigstellung für einen Bürgersolarpark verwendet werden. Wir brauchen Klimaschutz heute und nicht erst übermorgen.

Manfred Hoffmann, SPD

Stadtfinanzen – Wülfrath braucht den Schuldenschnitt, weil die Stadt alleine die Schulden nicht beseitigen kann:  Ja

Wohnbebauung: Investoren müssen eine Quote für preisgünstigen/preiswerten Wohnraum erfüllen – von mindestens 20 Prozent. Ja

Einzelhandel: Die Stadt sollte Ladenlokale anmieten oder aufkaufen und diese dann sehr subventioniert interessierten Händlern zur Verfügung stellen: Nein, nur Handel funktioniert nicht

Die Fußgängerzone, wie wir sie einmal kannten, wird es nicht wieder geben. Daher sollten in nicht vermietbaren Läden auch Wohnungen entstehen dürfen:  Ja.

Angesichts der Finanzlage und den anstehenden Aufgaben wird Wülfrath nicht um eine Grundsteuererhöhung herum kommen: Stimmt.

Wülfrath braucht eine autofreie Innenstadt – zum Beispiel auch zwischen Diek und Kreuzung Düsseler/Wilhelmstraße: Ja,  aber auch ein integratives Verkehrskonzept

Die Annahmestelle Liegnitzer Straße soll künftig an vier Tagen geöffnet sein. JAa und Nein. Periodisch angepasste Öffnungszeiten

Ein Markt für die Nahversorgung in der Ellenbeek muss sein – egal, wie große die Fläche ist. Aber angepasst, damit nicht zentrenschädlich – wie im Einzelhandels- und Zentrenkonzept festgestellt.

Konnexitätsprinzip: Dieses „Wer bestellt, zahlt“-Modell muss endlich gelebt werden – und wenn wir Bund und Land Kosten in Rechnung stellen müssen. Ja. Aber kein gesetzwidriges Handeln

In der Tiefgarage Diek muss es eine Videoüberwachung geben. Ja

Die Fußgängerzone muss für Fahrradfahrer geöffnet werden. Nein. Aber es müssen Parallelstrecken fürs Fahrrad in beide Richtungen ausgewiesen werden.

Die Stadt soll wieder einen Etat für eigene Kulturveranstaltungen bekommen. Ja. Siehe Wülfrath 22+

Die Stadt muss bei den Großveranstaltungen Kartoffelfest und Herzog-Wilhelm-Markt einspringen und den Veranstaltern zur Seite stehen – da darf man das Ehrenamt nicht allein lassen.  Ja/Nein. Wenn neue Corona adäquate Konzepte erforderlich werden,dann sollte die Stadt helfen

Wer keinen Termin im Bürgerbüro vereinbart hat, muss auch mal zwei, drei Stunden Wartezeit in Kauf nehmen.  Nein.

Im Vergleich zu Städten gleicher Größe hat die Wülfrather Verwaltung zu viel Personal, der muss man da mal ran und Stellen abbauen. Nein.

Die neue Halde von Lhoist am Silberberger Weg soll nach ihrer Fertigsstellung für einen Bürgersolarpark verwendet werden. Vielleicht. Besser: ein Naherholungspark

Wolfgang Peetz, WG

Stadtfinanzen – Wülfrath braucht den Schuldenschnitt, weil die Stadt alleine die Schulden nicht beseitigen kann:  Ja

Wohnbebauung: Investoren müssen eine Quote für preisgünstigen/preiswerten Wohnraum erfüllen – von mindestens 20 Prozent. Ja

Einzelhandel: Die Stadt sollte Ladenlokale anmieten oder aufkaufen und diese dann sehr subventioniert interessierten Händlern zur Verfügung stellen: Ja, mit Landesförderung.

Die Fußgängerzone, wie wir sie einmal kannten, wird es nicht wieder geben. Daher sollten in nicht vermietbaren Läden auch Wohnungen entstehen dürfen: Ja

Angesichts der Finanzlage und den anstehenden Aufgaben wird Wülfrath nicht um eine Grundsteuererhöhung herum kommen: Ja

Wülfrath braucht eine autofreie Innenstadt – zum Beispiel auch zwischen Diek und Kreuzung Düsseler/Wilhelmstraße: Nein

Die Annahmestelle Liegnitzer Straße soll künftig an vier Tagen geöffnet sein. Ja, noch besser an fünf Tagen.

Ein Markt für die Nahversorgung in der Ellenbeek muss sein – egal, wie große die Fläche ist. Nahversorger ja, darf aber in seiner Grösse die Innenstadt ncht gefährden.

Konnexitätsprinzip: Dieses „Wer bestellt, zahlt“-Modell muss endlich gelebt werden – und wenn wir Bund und Land Kosten in Rechnung stellen müssen. Ja

In der Tiefgarage Diek muss es eine Videoüberwachung geben. Nein

Die Fußgängerzone muss für Fahrradfahrer geöffnet werden. Nein

Die Stadt soll wieder einen Etat für eigene Kulturveranstaltungen bekommen. Ja

Die Stadt muss bei den Großveranstaltungen Kartoffelfest und Herzog-Wilhelm-Markt einspringen und den Veranstaltern zur Seite stehen – da darf man das Ehrenamt nicht allein lassen. Ja

Wer keinen Termin im Bürgerbüro vereinbart hat, muss auch mal zwei, drei Stunden Wartezeit in Kauf nehmen. Nein, das ist kein Bürgerservice.

Im Vergleich zu Städten gleicher Größe hat die Wülfrather Verwaltung zu viel Personal, der muss man da mal ran und Stellen abbauen. Nein, im Gegenteil.

Die neue Halde von Lhoist am Silberberger Weg soll nach ihrer Fertigsstellung für einen Bürgersolarpark verwendet werden. Ja!

Ilona Küchler, Die Linke

Stadtfinanzen – Wülfrath braucht den Schuldenschnitt, weil die Stadt alleine die Schulden nicht beseitigen kann:  Ja

Wohnbebauung: Investoren müssen eine Quote für preisgünstigen/preiswerten Wohnraum erfüllen – von mindestens 20 Prozent. Ja

Einzelhandel: Die Stadt sollte Ladenlokale anmieten oder aufkaufen und diese dann sehr subventioniert interessierten Händlern zur Verfügung stellen: Ja

Die Fußgängerzone, wie wir sie einmal kannten, wird es nicht wieder geben. Daher sollten in nicht vermietbaren Läden auch Wohnungen entstehen dürfen: Ja

Angesichts der Finanzlage und den anstehenden Aufgaben wird Wülfrath nicht um eine Grundsteuererhöhung herum kommen: Nein

Wülfrath braucht eine autofreie Innenstadt – zum Beispiel auch zwischen Diek und Kreuzung Düsseler/Wilhelmstraße: JEIN – dem zweiten Teil kann ich so nicht zustimmen

Die Annahmestelle Liegnitzer Straße soll künftig an vier Tagen geöffnet sein. Ja

Ein Markt für die Nahversorgung in der Ellenbeek muss sein – egal, wie große die Fläche ist. JEIN Nahversorung, JA – Größe muss entsprechend des Bedarfs der Menschen, die im Stadtteil leben angemessen sein.

Konnexitätsprinzip: Dieses „Wer bestellt, zahlt“-Modell muss endlich gelebt werden – und wenn wir Bund und Land Kosten in Rechnung stellen müssen.  Ja – allerdings habe ich Zweifel, dass Bund und Land die „Rechnungen“ übernehmen

In der Tiefgarage Diek muss es eine Videoüberwachung geben.  Nein

Die Fußgängerzone muss für Fahrradfahrer geöffnet werden. JEIN – nur mit ausgewiesener Fahrradspur

Die Stadt soll wieder einen Etat für eigene Kulturveranstaltungen bekommen. Ja

Die Stadt muss bei den Großveranstaltungen Kartoffelfest und Herzog-Wilhelm-Markt einspringen und den Veranstaltern zur Seite stehen – da darf man das Ehrenamt nicht allein lassen. JEIN – hier muss im Vorfeld definiert werden, wie diese Unterstützung aussehen soll

Wer keinen Termin im Bürgerbüro vereinbart hat, muss auch mal zwei, drei Stunden Wartezeit in Kauf nehmen. Nein

Im Vergleich zu Städten gleicher Größe hat die Wülfrather Verwaltung zu viel Personal, der muss man da mal ran und Stellen abbauen. Nein

Die neue Halde von Lhoist am Silberberger Weg soll nach ihrer Fertigsstellung für einen Bürgersolarpark verwendet werden.  Ja

Hans-Peter Altmann, FDP

Stadtfinanzen – Wülfrath braucht den Schuldenschnitt, weil die Stadt alleine die Schulden nicht beseitigen kann:  Ich stimme zu.

Wohnbebauung: Investoren müssen eine Quote für preisgünstigen/preiswerten Wohnraum erfüllen – von mindestens 20 Prozent. Nein, ich stimme nicht zu.

Einzelhandel: Die Stadt sollte Ladenlokale anmieten oder aufkaufen und diese dann sehr subventioniert interessierten Händlern zur Verfügung stellen:  Ich stimme einer Anmietung zu.

Die Fußgängerzone, wie wir sie einmal kannten, wird es nicht wieder geben. Daher sollten in nicht vermietbaren Läden auch Wohnungen entstehen dürfen:  Ich stimme nicht zu.

Angesichts der Finanzlage und den anstehenden Aufgaben wird Wülfrath nicht um eine Grundsteuererhöhung herum kommen:  Ich stimme dem Punkt mit großem Bedauern leider zu. Vielleicht bekommen wir vom Land einen Coronaausgleich und müssen dann die Grundsteuer nicht erhöhen.

Wülfrath braucht eine autofreie Innenstadt – zum Beispiel auch zwischen Diek und Kreuzung Düsseler/Wilhelmstraße: Auf gar keinen Fall, dann haben wir noch mehr Leerstände!

Die Annahmestelle Liegnitzer Straße soll künftig an vier Tagen geöffnet sein. Ich stimme nicht zu. Es reichen auch die bisherigen drei Tage.

Ein Markt für die Nahversorgung in der Ellenbeek muss sein – egal, wie große die Fläche ist. Es muss verhindert werden, das die Nahversorgung in der Innenstadt in Mitleidenschaft gezogen wird. Ein Kompromiss ist notwendig.

Konnexitätsprinzip: Dieses „Wer bestellt, zahlt“-Modell muss endlich gelebt werden – und wenn wir Bund und Land Kosten in Rechnung stellen müssen. Dies wäre ein optimales Ergebnis.

In der Tiefgarage Diek muss es eine Videoüberwachung geben. Ich stimme zu.

Die Fußgängerzone muss für Fahrradfahrer geöffnet werden. Ich stimme nicht zu! Ein Fahrrad lässt sich auch schieben!

Die Stadt soll wieder einen Etat für eigene Kulturveranstaltungen bekommen. Auch unter Sparzwängen muss Kultur möglich sein. Ich stimme zu.

Die Stadt muss bei den Großveranstaltungen Kartoffelfest und Herzog-Wilhelm-Markt einspringen und den Veranstaltern zur Seite stehen – da darf man das Ehrenamt nicht allein lassen.Ich stimme zu, wobei sich die Frage nach dem “wie“ stellt, denn der HWM erhält bereits seit einigen Jahren einen finanziellen Zuschuss.

Wer keinen Termin im Bürgerbüro vereinbart hat, muss auch mal zwei, drei Stunden Wartezeit in Kauf nehmen. Ich stimme zu.

Im Vergleich zu Städten gleicher Größe hat die Wülfrather Verwaltung zu viel Personal, der muss man da mal ran und Stellen abbauen. Dem stimme ich nicht zu.

Die neue Halde von Lhoist am Silberberger Weg soll nach ihrer Fertigsstellung für einen Bürgersolarpark verwendet werden. Ich stimme zu.


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