Mittwoch | 1. Dezember 2021
 
Wülfrath  | 

Vom „digitalen Hausfriedensbruch“ und anderen Straftaten

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Schule am Berg klärt über Gefahren und Straftaten im Internet auf.

Kommissarin Stefanie Lösing informierte in der Sekundarschule. Foto: privat

Präventionstage mit Kripo-Unterstützung: Ganz besondere Infos erhielten Schülerinnen und Schüler der Schule am Berg in Sachen Internet.

Die Entwicklung der Medienwelt schreitet schnell voran. Die Kinder und Jugendlichen nutzen vielfach immer früher digitale Medien und das Internet. Insbesondere in der andauernden Pandemie kam es durch den Distanzunterricht zu einem extensiven Anstieg der Nutzungszeiten digitaler Endgeräte, „denn wenn Kinder und Jugendliche mit Tablet, Laptop oder Handy zuhause lernen, verbringen sie noch viel mehr Zeit vor dem Display als vor Corona“, weiß Adam Lux, Lehrer an der Sekundarschule. Das Medium Internet biete Chancen und Möglichkeiten, hat aber auch Risiken und Gefahren, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Um über diese Gefahren und Risiken aufzuklären, fanden in der vergangenen Woche in Zusammenarbeit mit dem Kriminalkommissariat Vorbeugung der Kreispolizeibehörde Mettmann Veranstaltungen mit Polizeibeamtinnen in den Klassen des siebten Jahrgangs statt.

Schülerinnen und Schüler wurden über besondere Gefahren informiert und darüber aufgeklärt, ab wann sie sich strafbar machen, zum Beispiel mit Handlungen, die im Zusammenhang mit Urheberrechtverletzungen stehen oder mit der Nutzung von bestimmten Apps wie zum Beispiel TikTok. Sie erfuhren vom „Digitalen Hausfriedensbruch“ oder auch von den Konsequenzen, wenn im Onlineunterricht heimlich Aufnahmen gemacht werden. Auch der Umgang mit pornografischen Inhalten wurde thematisiert.

Die Schülerinnen und Schüler nahmen laut Lux die Abwechslung im Unterrichtsalltag interessiert an und hörten gespannt den Polizeibeamtinnen zu. Dabei musste Kriminalhauptkommissarin Stefanie Lösing  eine Menge Fragen beantworten. „Können durch die Polizei auch Straftaten im Internet zurückverfolgt werden?“, wollte eine Schülerin wissen. Einen Schüler interessierte es hingegen, ob die Polizei gelöschte Nachrichten bei WhatsApp wiederherstellen könne. Lux: „Den Jugendlichen wurde klar, dass alle Straftaten, die keinen Körperkontakt voraussetzen, auch im Internet möglich sind.“

In den letzten Jahren fand eine gesonderte Veranstaltung für interessierte Eltern in der Sekundarschule Wülfrath statt. Aufgrund der aktuellen Bestimmungen war das in diesem Jahr nicht möglich.


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