Samstag | 4. Februar 2023
 
Mettmann  | 

Die „gute Seele“ der Pfarrei ist im Ruhestand

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Nach über einem Vierteljahrhundert müssen sich Anrufer und Besucher des katholischen Pfarrbüros an der Kreuzstraße neu orientieren. Anna Wagner ist in den Ruhestand verabschiedet worden.

Anna Wagner. Foto: Kirchengemeinde

Fast 26 Jahre lang war Anna Wagner eine der prägenden Persönlichkeiten der Kirchengemeide und hat in dieser Zeit große Umwälzungen in der Verwaltung und in der Struktur in St. Lambertus miterlebt und begleitet. Die Fusion aus drei Pfarrgemeinden zu einer Großpfarrei, Veränderungen in der EDV, die zunehmende Digitalisierung, damit einhergehend auch eine durchdifferenzierte Professionalisierung fielen in ihre Zeit. „Anna Wagner war stets am Puls der Zeit“, sagt Monsignore Herbert Ullmann, Leitender Pfarrer – und ergänzt: „Mit Recht hat man ihr viel Vertrauen geschenkt.“

Großen Respekt habe sich Anna Wagner bei Menschen aus den verschiedenen Kirchorten erworben, nicht zuletzt durch die Präsenz in den sogenannten „Kontaktbüros“ St. Thomas Morus und Heilige Familie – bis zu deren Auflösung. Ullmann: „Anna Wagner war eine Sekretärin der klaren Ansage, wenn es sein musste. ,Schnorrer‘, die sich mit findigen Geschichten größere Zuwendungen aus der Caritaskasse erhofften, mieden den Kontakt mit ihr. Sie flogen allzu schnell auf, noch ehe sie bis zum Pastor durchdringen konnten. Ihre Menschenkenntnis und ihre kritische Sicht auf manche Abläufe in der Gemeinde habe ich stets zu schätzen gewusst, auch ihr Temperament!“

Was Anna Wagner noch auszeichnet: Sie ist aktives und engagiertes Mitglied der Gemeinde, nicht nur sonntags im Gottesdienst, im Kirchenchor oder in der Kolpingsfamilie. „Bei Festen hat sie mit angepackt und war für Viele das ,Gesicht der Kirche‘, zusammen mit Küsterin und Küstern, Seelsorgern und Kirchenmusikern“, so Pfarrer Ullmann: „Sie kennt die Pfarre!“

„Da Anna Wagner ihr großes kirchliches Interesse auch mit ihrem Ehemann teilt, werden wir sie mehr als nur in Gedanken und im Herzen behalten. Wir werden ihr immer wieder begegnen dürfen“, freut sich Pfarrer Ullmann.


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